Wie und warum ich vegan geworden bin

Ich ernähre mich seit November 2011 vegan. Und werde euch hier ein paar oft gestellte Fragen beantworten. Es sind meine Geschichte und Beweggründe und ich möchte hier niemanden „reformieren“ oder schlecht darstellen, nur weil er eine andere Meinung hat als ich! Viel Spaß beim Lesen und das Video ist auch sehr sehenswert 😉
Wie kam ich zur veganen Ernährung?
Ich hatte einige Wochen lang nach jeder Mahlzeit schlimme Bauchkrämpfe und keine Ahnung wieso. Auf einer einwöchigen Jugendfreizeit gab es dann im November 2011 eine Woche lang nur veganes Essen und meine Beschwerden waren plötzlich verschwunden. Außerdem haben wir uns in dieser Woche sehr viel mit den Themen Tierhaltung, Tierversuche und Ausbeutung von Tieren beschäftigt.
Als ich wieder zu Hause war habe ich beschlossen, diese Ernährungsform (aus gesundheitlichen und ethischen Gründen) beizubehalten.
Wie hat die Umstellung funktioniert?
Die ersten Wochen habe ich mich praktisch nur von Pumpernickel, Salat und Gemüse ernährt. Nach und nach habe ich mich dann mit der Vielfalt an schönen Rezepten und Blogs im Internet beschäftigt und viele Rezepte ausprobiert und „Ersatzprodukte“ kennengelernt. Ich habe mittlerweile einige Rezepte gefunden/ verändert, die praktisch immer schnell gehen und die nötigen Zutaten dazu befinden sich auch meistens zu Hause.
Was waren meine Beweggründe?
1. Mein eigenes Wohlbefinden
2. Verringerung des Tierleides
3. Schutz der Umwelt
Mein eigenes Wohlbefinden: 
Meine Situation vor der Umstellung zur veganen Ernährung habe ich ja bereits bei der ersten Frage (Wie kam ich zur veganen Ernährung?) beschrieben. Durch die Umstellung haben meine Magen-/Darmbeschwerden plötzlich aufgehört. An manche Lebensmittel (bei zum Beispiel Soja) muss sich der Körper erst gewöhnen, die Vorzüge und die Verarbeitungsweise kennenlernen, habe ich so den Eindruck bekommen. Vorurteile wie „was isst du denn dann?“ oder „ich könnte niemals auf Käse oder Milch verzichten!“ Habe ich mittlerweile so oft gehört und kann dazu nur sagen: Versucht es doch mal! Es ist zwar eine Umstellung, aber wenn man die ganzen veganen Leckereien erst einmal probiert hat, wird man die anderen Sachen auch nicht mehr wirklich vermissen. Ich kann mich mittlerweile an den Geschmack von Fleisch oder Käse garnicht mehr wirklich erinnern. Es ist zwar besonders in kleineren Städten nicht so einfach, unterwegs mal schnell etwas Veganes zu essen, aber wenn man oft genug z.B. nach Sojamilch in Cafés fragt, wird es sie auch irgendwann geben und man muss auf nichts mehr verzichten.
Verringerung des Tierleides:
„Ich finde aber den Geschmack von Käse und Fleisch so lecker!“ ist meiner Meinung nach kein gutes Argument, wenn es hunderttausende leidende Tiere allein in Deutschland gibt, die entweder für unser Essen sterben müssen oder unter unmenschlichen Verhältnissen gehalten werden, damit wir Käse essen und Milch trinken können. Ein kurzes Video mit Emily Deschanel zeigt zum Beispiel die grausame Mutterkuhhaltung. Es gibt so viele Leiden, die Tieren angetan werden (Massentierhaltung, Wilderei, Häutung bei lebendigem Leib,…). Weil ich mit meinem (Ess-)Verhalten keinem Tier Schmerz bereiten und es ausnutzen möchte, habe für mich selbst vor fast vier Jahren für eine vegane Lebensweise entschieden.

Schutz der Umwelt:

Unsere Erde enorm unter der Massentierhaltung. Die damit verbundenen Masse an Nutzpflanzen und Trinkwasser, die für die Tiermästung benötigt werden, verlangt unserer Umwelt so Einiges ab.  Ein kleines Beispiel: Um ein Kilogramm Rindfleisch herzustellen werden ca. 15.000 Liter Wasser und 5-10 Kilogramm Futter (Mastfutter, Soja, Getreide) verbraucht. Ein Mensch verbraucht am Tag ca. 120 Liter Wasser für Hygiene und Trinken. Das heißt, wenn man täglich noch Fleisch ist, verbraucht man mehr als das hundertfache an Wasser und die doppelte Menge an Nahrung!

Ein weiterer Aspekt ist die Rodung von Teilen des Regenwaldes, um dort Soja für die Massen an Tierfutter anzubauen. Nur ein kleiner Teil des Sojaanbaus wird für die Nahrung von Menschen weiterverarbeitet.

Was sind meine Lieblingsrezepte?
Ich backe unglaublich gerne. Fast noch lieber als kochen. Ich liebe Schokolade und asiatische Gerichte. Deshalb wird es demnächst auch einige asiatische Rezepte geben, wie Sushi und verschiedene Frühlingsrollen. Hier findet ihr jetzt aber einige meiner Lieblingsrezepte, die ich auf dem Blog schon veröffentlicht habe.
Mein Tipp für alle die es mal Ausprobieren oder ganz Umsteigen wollen: 
Nicht für jeden ist so eine radikale Umstellung wie meine ein guter Weg
zur erfüllten veganen Ernährung. Beschäftige dich mit all den tollen
Rezepten auf Blogs und aus Kochbüchern und probiere ab und zu mal welche
aus. Die Umstellung kann auch Schritt für Schritt erfolgen. Erst ein
Tag in der Woche, eine Mahlzeit am Tag, jede Mahlzeit zu Hause,…. Ein
guter Schritt ist auch das aufmerksame Lesen von Zutatenlisten beim Einkaufen.Ein wichtiger Punkt, der mir sehr am Herzen liegt:
Seid NICHT GEGEN Fleisch und Fleischesser! Seid FÜR die Veränderung! Für nachhaltiges Handeln, Toleranz und Mitgefühl (mit Menschen und Tieren). Ich hoffe mein Beitrag hat euch gefallen und vielleicht habt ihr noch Lust das Video anzuschauen und mir einen Kommentar zu hinterlassen. Bisous, Lea

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1 Kommentar

  1. Hallo Lea,
    ich kann deinen Beitrag nur zu 100% unterschreiben. Ich bin zwar erst seit kurzem vegan, aber mir geht es ganz genauso wie dir.
    Zu Beginn habe ich vegetarisch gelebt das letzte halbe Jahr wegen meiner Gesundheit und weil ich den letzten Babyspeck runter bekommen wollte. Wenn man dann so drin ist in der Materie dann bekommt man natürlich auch immer mehr Informationen, für mich ist Youtube einfach eine so große Inspiration und Quelle, die mir dann letztendlich auch geholfen hat den nächsten Schritt zu gehen und komplett auf Milchprodukte und Eier zu verzichten.
    Ich habe dazu in den letzten Wochen auch ein paar Blogeinträge dazu geschrieben, vielleicht magst du ja auch mal vorbei schauen 🙂 http://www.nikolefrau.de

    Ich freue mich jedenfalls auf deine Rezepte.
    Liebe Grüße
    Nikole

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